Alexander Ewers erneut zu Gast bei Teen Challenge Berlin e.V.

Meinung

Als sich Alexander Ewers schon im vergangenen Jahr mit Martin Proschmann, dem Leiter unserer christlichen Sucht- und Lebenshilfearbeit „Teen Challenge“ getroffen hatte, um etwas über unsere Aktivitäten im Schäferseekiez zu erfahren, war es zu einer langen und angeregten Unterhaltung gekommen, an deren Ende die herzliche Einladung zu einem erneuten Besuch bei uns stand.

Tatsächlich vergaß er das nicht und kündigte sich einige Zeit später zum samstäglichen Hausfrühstück unserer Gemeinschaft an, um mehr von uns kennenzulernen. Dabei bot er an, Rede und Antwort zu stehen, was unsere Fragen an die Bezirkspolitik zum Thema Reinickendorf-Ost betrifft.
Ich persönlich war sehr gespannt auf den 17. März 2012, da ich hier schon seit 23 Jahren mit meiner Familie lebe und dementsprechend mit dem Kiez verwachsen bin. Die schwierige soziale Situation, wie sie sich hier entwickelt hat, betrifft uns also hautnah. Da ich Alexander Ewers noch nicht kannte, hatte ich die Befürchtung, es könnte sich bei ihm um einen Theoretiker handeln, der meilenweit von den tatsächlichen Nöten der Menschen entfernt lebt. So hatte ich mir vorgenommen, ihn herauszufordern, sich zur Situation der Kinder und speziell der Schulen zu äußern, da mich dieses Thema sehr beschäftigt. Mir wurde jedoch ganz schnell der Wind aus den Segeln genommen, als ich erfuhr, dass er sogar an einer Brennpunktschule arbeitet und somit tagtäglich mit alldem konfrontiert wird. Er ist also mitnichten abgehoben, sondern im Gegenteil „mittendrin“ und konnte dadurch bei mir kräftig punkten.

Nach dem Frühstück setzten wir uns in die Runde und er wartete mit einigen Fakten zu unserem Kiez auf. Dabei bekamen wir unsere subjektiven Erfahrungen in Zahlen präsentiert, z.B. dass die Arbeitslosenquote überdurchschnittlich hoch ist und ungefähr ein Drittel nichtdeutscher Herkunft sind usw. Er berichtete uns auch aus der BVV, der Verabschiedung des Haushaltsplanes und wir erfuhren etwas über die Zuständigkeiten der verschiedenen politischen Ebenen.

Mein persönliches Fazit zu dem Besuch: ich bin absolut begeistert, dass es junge Menschen wie Alexander Ewers gibt, der einen Großteil seiner Freizeit in die Belange der Menschen in Reinickendorf investiert!

Seitens unserer Mitarbeiter hätte ich mir noch mehr Beteiligung an diesem speziellen Frühstück gewünscht, aber die Scheu vor und das Desinteresse an Politik macht wohl auch vor unserem Haus nicht Halt. Ein Bonbon war für mich aber, dass ein interessierter Mann aus der Nachbarschaft vorbeischaute, zu dem sich der Kontakt seitdem vertieft hat. Das Ganze war aus meiner Sicht also ein voller Gewinn und ich freue mich, dass wir ihn kennenlernen konnten!

Ich hoffe, es war nicht sein letzter Besuch!

Dieser Gastbeitrag wurde von Beate G. verfasst.

Liebe Beate, vielen Dank für die sehr nette Zuschrift.
Ich komme gerne erneut zu einem netten Austausch vorbei!

 
 

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